Gesellschaft CJZ Fulda e.V.
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Fulda e.V.
Eduard-Goebel-Str. 14
36043 Fulda
E-mail GCJZ.Fulda@posteo.com (Achtung: NEU!)
Homepage www.gcjz-fulda.de
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Fulda e.V.
Eduard-Goebel-Str. 14
36043 Fulda
E-mail GCJZ.Fulda@posteo.com (Achtung: NEU!)
Homepage www.gcjz-fulda.de
Mit Jens-Christian Wagner,
Direktor der Gedenkstätte Buchenwald
Katholische Akademie - 19:00 Uhr
Fulda
Weltweit beneiden viele Menschen die Deutschen für ihre Erinnerungskultur. Tatsächlich gibt in kaum einem anderen Land ein derart dichtes Netz von Gedenkstätten und Dokumentationsorten zu den Verbrechen des Nationalsozialismus. Gleichzeitig feiern Rechtsextreme einen Wahlerfolg nach dem andern. Und die Erinnerungskultur ist in Entlastungsritualen erstarrt. An die Stelle kritischer Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen der Verbrechen ist die normative Rede von der „Erinnerung“ getreten – samt Pathos, moralischen Appellen und einem nur auf die Opfer gerichteten Blick. Es ist ein Blick, der von Fragen nach den Ursachen der Täterschaft im Nationalsozialismus und der Funktionsweise der radikal rassistisch organisierten NS-Gesellschaft ablenkt. Genau darin lägen aber Aktualitätsbezüge, die auch jungen Menschen die Relevanz der kritischen Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen vermitteln.
Prof. Dr. Jens-Christian Wagner ist Historiker und seit 2020 Direktor der Gedenkstätte Buchenwald. Aufgewachsen ist er im Harz, als Kind lebte er einige Jahre in Chile. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der NS- Zwangsarbeit, der NS-Konzentrationslager und der Erinnerungskultur nach 1945. Zu diesen Themen hat er verschiedene Bücher veröffentlicht, Vorträge gehalten und mehrere Ausstellungen kuratiert. Wagner wurde 2025 in Weimar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
In Kooperation mit der Katholischen Akademie
BILD: Jens-Christian Wagner vor der Gedenkstätte Buchenwald © Jens Meyer, Jena