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Konzert

Mit dem Kammerensemble Franziska Früh

03. Mai 2026


Aula Alte Universität - 16:00 Uhr
Fulda


Karl Goldmark (1830-1915): Quintett in a-moll op. 9 (1862)
Friedrich Gernsheim (1839-1916): Quintett No. 2 in Es-Dur op. 89 (1916)

Um 1900 war Goldmark einer der bekanntesten Komponisten Europas, heute ist er fast vergessen. Goldmark war der Sohn eines jüdischen Kantors und wurde in Ungarn geboren. Musikalisch ist er Repräsentant des ‚Alten Europa‘. Nur sein Violinkonzert in a-moll steht auch heute noch auf Programmzetteln.

Friedrich Gernsheim entstammte einer angesehenen jüdischen Wormser Familie. Er war mit Brahms befreundet, Mahler und Strauss dirigierten seine Werke, er leitete die Berliner Akademie. Gernsheim war ein vielgespielter und bewunderter Komponist der Spätromantik. Beide wiederzuentdecken ist mehr als ein Statement gegen Antisemitismus – denn der führte dazu, dass beide so gründlich vergessen wurden. Es macht vor allem viel Freude, denn Goldmark und Gernsheim haben wunderbare Musik geschrieben.

Im Kammerensemble Franziska Früh finden sich befreundete Musiker verschiedener professioneller Orchester zusammen, um Kammermusik in verschiedenen Besetzungen einzustudieren und aufzuführen. Bei der Auswahl der Werke legen sie besonderen Wert auf unbekanntere oder zu Unrecht in Vergessenheit geratene Kompositionen. Es spielen: Franziska Früh und Veronika Kuen (Violine), Christof Kuen (Viola), Katja Kuen (Cello) und Ulrich Schreiner (Kontrabass).

BILD: Franziska Früh © Mara Tröger